Ombre-Kuchen ist seit der letzten Ausgabe der „Lecker Bakery“  der absolute Hit. Vom Cover und diversen Blogs lachte mich der Kuchen an und rief: Back mich ! Au ja dachte ich mir – das mach ich. Als erstes hatte ich überlegt das ich einen 4-Schichten-hohen-Kuchen ja nie an meine Gäste los werde. Also hab ich mir eine Mini-Springform besorgt. 20 cm und das mal vier hört sich gut an. Lebensmittelfarbe hatte ich leider nur in den den 4 Dr. Oetker Farben da und dazu noch mal blau und grün in puderform. Also blau soll er werden. Das einzigste was mich ganz besonders abgeschreckt hat: was soll denn zwischen die Schichten ?! Überall stand Buttercreme ! UND: ich finde Buttercreme ist ein absolutes no-go ! Eiskalte Buttercreme auf einem Cupcake ist ja noch okay und beschränkt sich dann auf den einen kleinen Cupcake (obwohl es da auch leckeres gibt) aber auf so eine ganze Torte….neeeeeee. Also habe ich überlegt und nachgedacht und gegoogelt. Von Paradiescreme war da die Rede – irgendwie keine Alternative. Ich habe bis 5 Minuten vor dem Backen überlegt und habe dann selber ein absolutes no-go gemacht: einfach eine Creme aus Sahne (Cremfine) , fettarmen Frischkäse und Magerquarck. Und warum ein no-go: WEIL: ich wollte über den Kuchen Fondant legen und an Fondant darf Fett aber keine Wasser kommen. Mir doch egal ! Und wer sich jetzt denkt: ich liebe Fondant – der liegt auch völlig falsch. Fondant sieht immer toll aus, die schönsten Torten werden damit gemacht, die tollsten Figuren, ich sehe immer wieder super süsse Kekse und Cupcakes mit Fondant, aber ich persönlich finde, dass Fondant die grausigste Zuckermasse allerzeiten ist. Fondant also nur zur Optik ! Und als Basis für den Teig habe ich ein Rezept von einem Zitronenkuchen genommen.

Mein erstes Handycap war das Färben vom Teig. Die Puderfarbe hab ich gleich zur Seite gestellt, weil da nicht viel passiert ist. Dann 4 Lagen backen, da war bei mir schon der halbe Tag rum. Der Rest ging ganz einfach: stapeln, Creme dazwischen, Creme um den ganzen Kuchen herum. Kalt stellen. Bei dem Fondant hatte ich so hübsche Torten gesehen, wo die verschieden  farbigen Lagen so ganz locker lässig um den Kuchen herum fielen. Ganz so lässig wurde es bei mir nicht. Nach der ersten Lage sah der Kuchen fast schon „fies“ aus  – Einglück wurde das Ergebnis dann doch erstaunlich hübsch ! Der Kuchen wurde auch von den Gästen gebührend bestaunt, aber das Innenleben in blau fand dann nicht so den Anklang.

Fazit: ganz schön viel Arbeit, ganz schön viel blau, der Kuchen war trotzdem lecker und ja der Fondant hat sich natürlich teilweise verflüssigt, aber von aussen hat man nichts gesehen (…puuhhhhh…).

Zutaten :

350 g Margarine

350 g Mehl

1 Zitrone (Saft+Abrieb)

1 Pk. Backpulver

350 g Zucker

6 Eier

1 Pk. Vanillezucker

Margarine, Zucker, Vanillezucker und Eier vermischen.  Trockenen Zutaten mischen und unter den Teig geben. Saft und Abrieb der Zitrone dazu. Den Teig in 4 Portionen teilen und unterscheidlich einfärben. Nacheinander bei 175 °C ca. 35 Min. Backen.

Zutaten Füllung:

250 ml Schlagsahne (Cremfine)

250 g Magerquarck

100 g Frischkäse

San-apart (Sahnesteif ohne Gelantine)

1 Zitrone

2 EL Puderzucker

Schlagsahne aufschlagen und San-Apart nach Anleitung dazu geben. Magerquarck und Frischkäse unterrühren. Puderzucker dazu geben und Saft der Zitrone. Dann muss jeder für sich abschmecken wie süss oder sauer er es haben möchte.

Creme auf die Schichten geben und jeweils die nächste Kuchenlage drauf geben. Ich habe die Creme auch oben drauf und runtherum getan.

Für die Fondantlagen den Fondant mit der Hand gut durchkneten. Danach Fläche mit Puderzucker bestäuben und auch das Nudelholz einstäuben. Fondant ausrollen. Lange Bahnen mit dem Messerschneiden und dann mit der Kappe eines Filzstiftes das geriffelte Muster in den Teig eindrücken. Die Bahnen an den Kuchen drücken und ggf. mit einen Zahnstocker fixieren. Von unten nach oben arbeiten. Für die oberste Lage den Teig gut ausrollen und abmessen wie gross der obere Durchmesser + Rand sein sollte. Den gewünschten Kreis aus dem Fondant ausschneiden. Rand riffeln und dann vorsichtig oben auf den Kuchen legen. Glatt streichen  – Fertig. Fondant immer kalt stellen und gut mit Frischhaltefolie abdecken.Für alle die,  die sich das mit dem aufgelösten Fondant nicht antun wollen, bietet sich die traditionelle Buttercreme aus Butter und Puderzucker an oder eine Ganach aus Schokolade und Sahne an. Leider waren die Lichtverhältnisse in den letzten beiden Tagen nicht so optimal , so dass leider kein so schönes Anschnittfoto dabei rauskam….

2 comments on “Trend: blauer Ombre-Kuchen”

  1. tolles Blau und das mit dem Fondant sieht wirklich klasse aus, so schön wellig 🙂
    Ich gebe dir Recht mit dem Fondant, ich puhle ihn auch immer ab bevor ich so eine Torte verspeise 😉 und sei froh, dass du die Buttercreme aus der Lecker Bakery nicht gemacht hast, die war so süß, das hat einem fast die Schuhe ausgezogen.
    Wie hast du das mit den Riffeln eigentlich gemacht ? Ein Zahnstocher oder so ?
    liebe Grüße
    Aylin

    • Puhh… gut das es dir auch so geht. Ich mach den auch immer ab und habe auch den Gästen gesagt: bloss nicht essen 🙂 Das „Geriffel“ hab ich mit der Kappe eines Filzstiftes gemacht, da musst du dann nur einfach wild drauf losrollen … ganz einfach. Ich muss lachen – wegen der Buttercreme, also noch mal puuuhhhh…. gut das ich die nicht gemacht habe !
      Ganz liebe Grüße
      Rebecca

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